Zur Ausstellung

Ausgehend von den Forschungsergebnissen des Zentrums für Antisemitismusforschung entstand in der Gedenkstätte Stille Helden eine Dauerausstellung, die die Geschichte jener Menschen erzählt, die während der NS-Zeit verfolgten Juden beistanden. Sowohl deren Zwangslage angesichts der drohenden Deportationen als auch das Handeln und die Motive der Frauen und Männer, die ihnen halfen, werden dargestellt.

Das Beispiel der vielfach als „stille Helden” bezeichneten Helferinnen und Helfer zeigt, dass es auch unter den Bedingungen der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges Handlungsspielräume und Entscheidungsmöglichkeiten gab, um Verfolgte vor tödlicher Bedrohung zu bewahren.

Ausgangspunkt der Ausstellung in der ersten Etage ist ein Medientisch, der sich 18 Themenkomplexen widmet. In der zweiten Etage dokumentieren neun Vitrinen Einzelschicksale, in die jeweils ein kurzer Film einführt. Objekte, Dokumente und Fotos illustrieren gescheiterte und gelungene Rettungsversuche aus der doppelten Perspektive von Helfenden und Verfolgten. Ein weiterer Raum bietet Möglichkeiten zur intensiven Recherche an Terminals, in denen mehrere hundert Personen dokumentiert sind. Die Datenbank wird laufend ergänzt.

  • Blick in die Ausstellung. © Gedenkstätte Deutscher Widerstand / Thomas Bruns