Seminare

Die Seminare dauern zwischen 3 und 4,5 Stunden und beinhalten jeweils auch einen Besuch der Dauerausstellung der Gedenkstätte Stille Helden.

Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit den Bedingungen des Untertauchens und der Hilfe für Verfolgte. Verfolgte und Helfer*innen werden als Akteur*innen des Widerstands erkennbar, deren Entscheidungen Mut erforderten. Deutlich wird dabei auch, dass nur wenige bereit waren, zu helfen.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie und warum Menschen Widerstand gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung leisteten und welche Handlungsspielräume es unter den Bedingungen der Diktatur gab.

In den Seminaren arbeiten wir mit zahlreichen biografischen Materialien, Fotos und Dokumenten. Wir nutzen vielfältige Methoden für die Vermittlung der Inhalte. Ein wichtiger Teil ist das eigenständige Arbeiten der Jugendlichen, die am Ende eines jeden Seminars ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Formen präsentieren und diskutieren.

Wir empfehlen für den Besuch unserer Seminare Vorkenntnisse zur nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Die Anmeldung sollte mindestens sechs bis acht Wochen vor dem gewünschten Termin über unsere Online-Anmeldung erfolgen.

Unsere Seminare richten sich an Jugendliche ab der 8. Klasse. Auf Wunsch führen wir auch Seminare mit Erwachsenen durch. Für eine ausführliche Beratung zu unserem Seminarangebot wenden Sie sich bitte an: bildung(at)gedenkstaette-stille-helden.de oder kontaktieren uns telefonisch:

+49-30-26 39 23 822 und +49-30-26 39 89 053.

Seminare für die 8. und 9. Klasse

Dinge im Versteck

Dauer: 3 Stunden

Im Seminar „Dinge im Versteck“ lernen die Jugendlichen die Bedingungen des Untertauchens und der Hilfe während der Judenverfolgung im Nationalsozialismus kennen. Ausgehend von Objekten in der Ausstellung und biografischen Materialien begeben sie sich auf die Spuren von Geschichten untergetauchter Jüdinnen und Juden und ihrer Helfer*innen. Dabei beschäftigen sie sich mit Fragen wie: Was brauchte man, um untergetaucht zu leben? Wie konnte man Verfolgten helfen? In welche Gefahren begaben sich Verfolgte und Helfer*innen? Unterschiedliche Formen der Hilfe und Motive des Helfens werden deutlich.

Online-Anmeldung

Netzwerke der Hilfe – Mutiger Einsatz

Dauer: 3 Stunden

Gelingen konnte das Überleben im „Untergrund“ meist nur mit Hilfe von Menschen, die bereit waren, Verfolgte zu unterstützen. Im Seminar „Netzwerke der Hilfe – Mutiger Einsatz“ erfahren die Jugendlichen anhand der Arbeit mit biografischen Materialien, dass es oft zahlreicher Helfer*innen bedurfte, um „untergetaucht“ zu leben und häufig „Netzwerke der Hilfe“ entstanden.

Die Jugendlichen lernen, was es für verfolgte Jüdinnen und Juden bedeutete, unterzutauchen. An konkreten Beispielen wird deutlich, wie vielfältig die benötigte Hilfe war, zu der die Beschaffung von Unterkünften, Lebensmitteln und gefälschten Papieren zählte. Dabei entdecken die Jugendlichen, wie verschiedene Verfolgte und Helfer*innen miteinander in Verbindung kamen und weitere Kontakte herstellten.

Online-Anmeldung

Seminare für die 10. bis 13. Klasse

Verstecke, Lebensmittelkarten und gefälschte Papiere – Dimensionen des Widerstands gegen die Judenverfolgung

Dauer: 3 oder 4,5 Stunden

In diesem Seminar erschließen sich die Jugendlichen nicht nur den Ablauf gelungener und gescheiterter Rettungen, sondern auch die grundsätzlichen Rahmenbedingungen und zwischenmenschlichen Dimensionen des Handelns im Widerstand gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung.

Thematisiert werden zum einen die Lebensbedingungen untergetauchter Jüdinnen und Juden: Wie war ihre Situation in Zeiten des Krieges? Was bedeutete es, sich dem Deportationsbefehl zu entziehen und unterzutauchen? Wen konnte man um Hilfe bitten, wem trauen? Wie fanden die Verfolgten eine Bleibe, wie beschafften sie Lebensmittel? Zum anderen zählen zu den Dimensionen des Widerstands auch die Umstände der Hilfe: Unter welchen Bedingungen und unter welchen Gefahren handelten die Helfer*innen?

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Netzwerke der Hilfe – Gefährliche Entscheidungen

Dauer: 3 Stunden

Im Seminar „Netzwerke der Hilfe – Gefährliche Entscheidungen“ erfahren die Jugendlichen, dass es oft zahlreicher Helfer*innen bedurfte, um das Leben im „Untergrund“ zu bestreiten. Es wird deutlich, wie vielfältig die benötigte Hilfe war, so etwa in der Beschaffung von Unterkünften, Lebensmitteln und gefälschten Papieren. So fanden sich häufig ganze Netzwerke zusammen, die Verfolgten halfen.

Doch wie funktionierten solche Netzwerke in einer hochrestriktiven Diktatur? Welche Rolle konnten Verfolgte selbst in diesen Netzwerken einnehmen und sich an der Hilfe beteiligen? In diesem Seminar befassen sich die Jugendlichen auch mit der Denunziation, Verfolgung und Ahndung der Hilfe für Verfolgte. So wird anhand der biografischen Materialien erfahrbar, dass eine Netzwerkstruktur zwar hilfreich war, aber auch die Gefahr der Entdeckung vergrößerte.

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Kooperationen und weitere Angebote

Multiplikator*innenseminar

Dauer: 3 Stunden

In diesem Seminar möchten wir Lehrkräften und anderen Multiplikator*innen die Gedenkstätte Stille Helden als außerschulischen Lernort vorstellen. Fester Bestandteil ist das Kennenlernen der Dauerausstellung sowie des Seminarprogramms. Präsentiert und diskutiert werden Beispiele, die besonders Jugendliche ansprechen können. Das Seminar bietet zudem die Möglichkeit, sich über Erfahrungen im Unterricht auszutauschen.

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Geschichte in Bewegung

Wir sind Teil des Netzwerks Geschichte-in-Bewegung und bieten in diesem Rahmen gemeinsam mit anderen Bildungseinrichtungen in Berlin unterschiedliche mehrtägige Programme an.

Zusammenarbeit mit Schulen und Projekten

Gerne unterstützen wir Schüler*innen und Lehrer*innen bei ihren Projekten – sei es in der Vorbereitung von MSA- und Abiturprüfungen, bei einzelnen Projekten oder im Rahmen einer längerfristigen Kooperation.