Elisabeth Bruns geb. Schwerdfeger

geb. 26. November 1909 in Niemegk – gest. 22. August 1997 in Berlin
Helfer*in
Elisabeth Bruns, 1944

Elisabeth Schwerdfeger arbeitet ab 1934 bei der Firma Siemens in Berlin. Sie ist gegen den Nationalsozialismus eingestellt, ebenso wie der Polizeimeister Georg Bruns, den sie 1939 heiratet. 1941 und 1942 werden ihre beiden Kinder geboren. Georg Bruns unterstützt die Familie seines jüdischen Freundes Adolf Rosen, kann aber dessen Deportation im November 1942 ins Ghetto Theresienstadt nicht verhindern.
Dessen Töchter Elsbeth Rosen und Hildegard Cohn flüchten am 7. Januar 1943 aus der elterlichen Wohnung in Charlottenburg. Elisabeth und Georg Bruns nehmen sie auf. Hildegard Cohn und ihr fünfjähriger Sohn Karl werden jedoch nach wenigen Tagen aufgegriffen und nach Auschwitz deportiert.
Am 1. März 1943 wird Familie Bruns im Bezirk Steglitz ausgebombt. Sie finden eine neue Bleibe in Charlottenburg, wohin sie Elsbeth Rosen mitnehmen. Als auch dieses Haus im November 1943 bei einem Luftangriff getroffen wird, verlässt Elisabeth Bruns mit den Kindern Berlin. Ihr Arbeitsbuch überlässt sie Elsbeth Rosen, die die Kriegszeit bei Georg Bruns überlebt.
1961 werden Elisabeth und Georg Bruns vom West-Berliner Senat als „Unbesungene Helden“ geehrt.

zurück