Elsbeth Herzberg geb. Rosen

geb. 9. Mai 1912 in Treblin (Trzebielino) – gest. 18. April 2013 in Berlin
Verfolgte*r
Passfoto Elsbeth Rosen, um 1950

Elsbeth Rosen zieht 1940 mit ihrer Familie nach Berlin-Charlottenburg, nachdem sie ihre Gastwirtschaft in Pommern aufgeben mussten. Ab Juli 1941 leistet sie Zwangsarbeit bei der Firma Siemens & Halske. Am 7. Januar 1943 taucht Rosen aufgrund einer Warnung unter und bittet den Polizeimeister Georg Bruns, einen ehemaligen Kriegskameraden ihres Vaters, und dessen Frau Elisabeth um Hilfe. Das Ehepaar, das mit ihren zwei Kindern in Berlin-Steglitz wohnt, nimmt die Jüdin auf und gibt sie Fremden gegenüber als Cousine von Georg Bruns aus, deren Papiere bei einem Bombenangriff verbrannt seien.
Am 1. März 1943 wird Familie Bruns ausgebombt. Sie finden eine neue Bleibe in Charlottenburg, wohin sie Elsbeth Rosen mitnehmen. Als auch dieses Haus im November 1943 bei einem Luftangriff getroffen wird, verlässt Elisabeth Bruns mit den Kindern Berlin.
Ihr Arbeitsbuch überlässt sie Elsbeth Rosen, die sich damit anmelden und Lebensmittelkarten beziehen kann. Bis Kriegsende lebt sie mit Georg Bruns in einem möblierten Zimmer. 1959 wird Rosens Verbindung mit ihrem Verlobten Hans Herzberg, der Ende 1943 nach Auschwitz deportiert worden ist, posthum legalisiert.

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