Albanien – bis heute Sehnsuchtsort und Projektionsfläche für Vieles: Freiheit, wilde Schönheit, Gastfreundschaft, aber auch Korruption, sozialistische Diktatur und Hyperkapitalismus. In diesem Buch soll ein wichtiges Kapitel der albanischen Geschichte vorgestellt werden. Das Land an der Adria war während des Zweiten Weltkriegs Zufluchtsort für zahlreiche jüdische Flüchtlinge aus ganz Europa. Anders als in vielen europäischen Ländern fanden sie dort Schutz, Geborgenheit und neue Freunde. Albanien ist eines der wenigen Länder auf dem Kontinent, das nach dem Krieg mehr Jüdinnen und Juden zählte als davor. Dieses Buch stellt die komplexe Geschichte Albaniens bzw. »Großalbaniens« während des Zweiten Weltkriegs vor und erzählt siebzehn eindrückliche Geschichten jüdischer Flüchtlinge und ihrer Rettung durch muslimische, katholische und christlich orthodoxe Albanerinnen und Albaner.
Zur eigenständigen Erkundung der Dauerausstellung bietet die Gedenkstätte Stille Helden eine kostenlose Audioführung in deutscher, englischer, französischer, spanischer, italienischer und polnischer Sprache an. Nun ist diese ab sofort auch als Videoführung in Deutscher Gebärdensprache verfügbar. Leihgeräte erhalten Sie kostenlos am Empfang der Ausstellung.
Unmittelbar nach ihrer Machtübernahme in Deutschland 1933 begannen die Nationalsozialisten mit der Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Mehr als 170.000 deutsche Jüdinnen und Juden wurden zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten ermordet.
Ungeachtet jahrelanger antisemitischer Propaganda solidarisierte sich eine – wenn auch verschwindend kleine – Minderheit deutlich mit den Verfolgten. Anfangs wollte sie deren Not lindern und bei der Emigration helfen. Besonders riskant aber waren Hilfen für die etwa 10.000 bis 12.000 Jüdinnen und Juden, die sich ab Herbst 1941 in Deutschland vor ihren Verfolgern verbargen oder illegal über die Grenzen fliehen wollten. Obwohl sie oft versuchten, mit einer vorgetäuschten Identität zu überleben, benötigten sie laufend Hilfen bei der Beschaffung von Quartieren, Lebensmitteln und gefälschten Ausweisen. Die meisten von ihnen wurden jedoch gefasst und ermordet.
Der vorliegende Band 11 der Reihe Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933–1945 zeigt anhand von elf Beispielen die Rettungsanstrengungen sowohl der Verfolgten selbst als auch ihrer nichtjüdischen Helferinnen und Helfer. Er ist 2026 im Lukas Verlag erschienen.
Im März 2025 veranstaltete die Gedenkstätte Stille Helden eine internationale Konferenz zum Widerstand gegen die Judenverfolgung. Ab sofort können Sie sich auf unserer Webseite Videoaufzeichnungen der Vorträge ansehen.
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