Elfriede Guttman

geb. 12. Juli 1922 in Mühlhausen (Młynary) – gest. 1. Juni 1946 in Berlin
Verfolgte*r
Fotografie: Foto von Elfriede Guttmann auf dem Antrag auf Anerkennung als „Opfer des Faschismus“, um 1946

Elfriede Guttmann wächst in Ostpreußen auf. Um 1937 zieht sie mit ihrer Familie nach Berlin. Am 11. Dezember 1942, nach der Deportation ihrer Eltern, muss sie untertauchen. Über Bekannte kommt sie zu Margarete Grenzebach, die im Bezirk Steglitz eine Leihbücherei betreibt. Wegen der Angestellten kann sie jedoch nicht lange dort bleiben. Im Januar 1943 wird sie von Anna Muschiol aufgenommen, die im Bezirk Tiergarten eine Pension führt. Elfriede Guttmann hilft ihr im Haushalt. Im November 1943 wird das Haus jedoch bei einem Bombenangriff zerstört.
Wenig später trifft Guttmann zufällig eine frühere nichtjüdische Schulfreundin aus Ostpreußen auf der Straße wieder, die sie mit Lebensmitteln unterstützt und ihr auch eine Arbeitsdienstbescheinigung von sich gibt. Ab Februar 1944 wird die Verfolgte von Johanna Eck, einer Bekannten von Anna Muschiol, in Schöneberg aufgenommen. Der älteren Witwe gelingt es, Guttmann mithilfe der falschen Papiere als „Bombenflüchtling“ und als ihre Untermieterin auszugeben, die auf diese Weise nun auch wieder Lebensmittelmarken bekommt.
Elfriede Guttmann stirbt im Mai 1946, kurz vor ihrer geplanten Ausreise in die USA, an einem plötzlichen Darmverschluss.

zurück

Barrierefreiheit

Ihr Besuch

 

Digitale Barrierefreiheit

Leichte Sprache

Wie barrierefrei ist diese Website?

Erklärung zur Barrierefreiheit

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen
zur Barrierefreiheit dieser Website?

Kontakt zur Ansprechperson

Wo gibt es zusätzliche Informationen
zur Barrierefreiheit im Land Berlin?

Landesbeauftragte für Digitale Barrierefreiheit

+