Lydia Hocke lebt mit ihrer Enkelin Felicitas, einer Vollwaise, in Petershagen östlich von Berlin. Im März 1943 steht die als Jüdin verfolgte Chawa Berman vor ihrer Tür. Eigentlich wollte sie zu Hockes Nachbarin Clara Donath, einer ehemaligen Kollegin. Da diese jedoch bereits verstorben ist, nimmt sich Lydia Hocke der völlig aufgelösten Frau an und bringt sie im Nachbarhaus unter, zu dem Hocke einen Schlüssel hat. Die Hausbesitzerin, Donaths Tochter Elvira Neumann, ist als Reichsbahnschaffnerin ständig unterwegs und übersiedelt schließlich nach Kiel. Mit der Unterbringung der „Untergetauchten“ in ihrem Haus ist sie einverstanden.
Lydia Hocke kann eine Einquartierung im Nachbarhaus verhindern. Auch fährt ihre Enkeltochter ab und zu nach Berlin, um Lebensmittel zu besorgen. Am 21. April 1945 befreit die Rote Armee Petershagen, und Chawa Berman gibt sich auf Russisch als überlebende Jüdin zu erkennen. Damit bewahrt sie auch andere vor Gewalttaten. Bis zum Sommer 1945 arbeitet Berman als Dolmetscherin für die Sowjets. Lydia Hocke stirbt am 26. Juni 1945 in Petershagen an den Folgen einer Ruhrerkrankung.
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