Margarete Reich, Tochter jüdischer Eltern, wird evangelisch getauft und erzogen. Von 1908 bis 1912 unterrichtet sie als Lehrerin in Berlin-Schmargendorf. 1921 wird ihre Ehe mit dem nichtjüdischen Violinvirtuosen Adrian Lieffering geschieden. Sie zieht mit ihren beiden Kindern zu ihrer Mutter und findet eine Anstellung bei der Dresdner Bank, bis sie 1933 entlassen wird.
Vom Hauswart denunziert, wird sie im September 1938 von der Gestapo wegen ihrer Tätigkeit als Gemeindehelferin bei der Bekennenden Kirche und regimefeindlicher Äußerungen vorübergehend festgenommen. Nach ihrer Freilassung wird ihr Vermögen eingezogen.
Aufgrund ihrer – längst geschiedenen – Ehe mit einem Nichtjuden muss Margarete Lieffering keinen Stern tragen. Bei der Großrazzia Ende Februar 1943 wird sie verhaftet. Nach ihrer Entlassung im März muss sie Zwangsarbeit in einer Fabrik leisten. Aus Angst, deportiert zu werden, taucht sie schließlich bei Freunden in Brandenburg, in Ostpreußen, Bayern und Sachsen unter. Ihre Kinder werden immer wieder von der Gestapo verhört, geben den Aufenthaltsort ihrer Mutter jedoch nicht preis. Nach Kriegsende kehrt Margarete Lieffering nach Berlin zurück.
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