Ida Sachs geb. Jonas

geb. 29. Dezember 1875 in Kiel – gest. 29. Dezember 1941 in New York City
Verfolgte*r
Ida Sachs geb. Jonas, undatiert

Ida Sachs lebt mit ihrem Mann dem Kaufmann Wilhelm Sachs in Berlin. Sie haben fünf Töchter: Charlotte (*1907), Käthe (*1909), Hilde (*1910), Annie (*1911) und Gertrude (*1913). 1914 stirbt der Vater an Tuberkulose.
Anfang 1938 haben alle Schwestern außer Annie Deutschland bereits verlassen. Im Februar erhält Annie die Möglichkeit, Käthe in Oslo zu besuchen. Ida Sachs rät ihrer Tochter, nicht nach Berlin zurückzukehren, da die Situation dort immer bedrohlicher wird.
Durch die Scheinehe mit Kåre Wicklund kann Annie in Oslo bleiben. Mit einer Bürgschaft ermöglicht Kåre auch Ida Sachs die Einreise im Juni 1939, wenige Wochen vor Kriegsbeginn. Ihre Papiere sind schon mit dem „J“ gekennzeichnet.
Zunächst wohnen sie zu dritt auf engem Raum in Oslo. Im Herbst 1940 ziehen sie aufs Land.
Als die beiden Jüdinnen ab Oktober 1942 verpflichtet sind, sich zweimal täglich bei der Ortspolizei zu melden, leiten sie ihre Flucht in die Wege. Nach einem Fußmarsch bei eisiger Kälte und einer nächtlichen Auto- und Bootsfahrt erreichen sie schließlich mit einem Pferdeschlitten Schweden.

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