Berta Schulz geb. Kuller

geb. 11. Juni 1900 in Białystok
Verfolgte*r
Fotografie: Foto von Berta Schulz auf dem Antrag auf Anerkennung als „Opfer des Faschismus“, um 1945

Berta Kuller wächst im polnischen Białystok als Tochter eines jüdischen Kaufmanns auf. Nach ihrer Schulzeit arbeitet Berta Kuller im Geschäft der Eltern. In den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg flüchtet sie nach Berlin, weil sie zu ihren Brüdern in die USA auswandern will. Dies gelingt ihr jedoch nicht. Als staatenlose und alleinstehende Frau muss sie nach 1933 besonders viele Schikanen erdulden; teilweise wird sie von der Jüdischen Gemeinde unterstützt. 1936, 1937, 1939 und 1941 wird sie in ihrer Wohnung verhaftet, da man sie ausweisen will. Sie wird zu Geldstrafen und mehrmals zu dreiwöchigen Haftstrafen verurteilt, die sie im Frauengefängnis Barnimstraße verbüßt.
Im Juli 1942 droht ihr die Deportation. Der ihr von früher bekannte und vertrauenswürdig erscheinende Polizist Alfred Schulz, der in Berlin-Charlottenburg zur Untermiete wohnt, nimmt sie zu sich. Er mietet im selben Haus ein Zimmer für Berta Kuller an und versorgt sie auch mit Lebensmitteln. Als das Haus 1944 ausgebombt wird, ziehen beide in eine Wohnung in der Grolmannstraße. 1946 heiraten Berta Kuller und Alfred Schulz.

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