Edith Behr lebt in Berlin. Ihr Mann, ein jüdischer Arzt, stirbt 1939. Ihre beiden Töchter können noch nach England auswandern. Obwohl evangelisch getauft, wird Behr von den Nationalsozialisten als „Geltungsjüdin“ eingestuft.
Im Dezember 1941 wird sie zur Zwangsarbeit verpflichtet. Zwei Monate später soll sie deportiert werden, was jedoch ihre jüngste Schwester offenbar verhindern kann. Diese warnt Edith Behr auch Ende Februar 1943 vor der bevorstehenden Großrazzia in den Fabriken, sodass sie nicht zur Arbeit geht. Ab dem 1. März 1943 lebt Behr illegal.
Elisabeth Zimmermann, eine Bekannte, gibt Edith Behr ihren eigenen Ausweis. Mithilfe von Dr. Hanns Lilje, dem späteren Landesbischof von Hannover, fälscht sie die Papiere, indem sie Behrs Foto einfügt und den fehlenden Stempel nachzieht. Dann bringt sie die Verfolgte im März 1943 zu Dr. Lothar Kreyssig und seiner Frau Johanna, die in Hohenferchesar nahe Brandenburg an der Havel einen Gutshof bewirtschaften. Dort kann Edith Behr ein paar Monate bleiben. Später gibt sie an, „mit Hilfe guter Menschen und meiner Schwester“ überlebt zu haben. Nach dem Krieg wandert sie zu ihrer Tochter Irmgard P. Booth nach England aus.
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