Josif Lewin

geb. 1929 in Minsk
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Josif Lewin als Soldat der Roten Armee, Minsk 1946

Im Juni 1941 besetzen deutsche Truppen Minsk. Josif Lewin, seine Eltern und vier Geschwister werden in ein Ghetto gezwungen. Der elfjährige Josif und der Vater Isaak Lewin müssen Zwangsarbeit verrichten.
1942, kurz nach der Ermordung der Eltern sucht Josif Lewin Schutz bei einer Partisanengruppe in den Wäldern um das Dorf Poretschje (heute Paretschtscha). Als deren Verbindungsmann zum Ghettowiderstand geht er regelmäßig heimlich in das Ghetto in Minsk, wo er auch seine jüngere Schwester Maja Lewina besucht.
Im Oktober 1943, als alle noch im Ghetto lebenden Jüdinnen und Juden deportiert werden sollen, schmuggelt Josif Lewin seine Schwester Maja und weitere 40 verwaiste Kinder aus dem Ghetto heraus. Er bringt sie nach Poretschje, wo Dorfbewohner*innen die Kinder aufnehmen, beschützt von einer Partisaneneinheit.
Bei einer Razzia im Dorf 1944 wird Josif Lewin mit anderen Dorfbewohnern von den deutschen Truppen festgenommen und zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Er überlebt mehrere Konzentrationslager und kehrt als Soldat der Roten Armee 1946 nach Minsk zurück.

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