Wolfgang Hammerschmidt

geb. 6. Februar 1925 in Cottbus – gest. 30. November 1999
Verfolgte*r
Fotografie: Wolfgang Hammerschmidt, Cottbus, Herbst 1945

Wolfgang Hammerschmidt wohnt mit seinen Eltern in Cottbus. Er gilt als „Mischling 1. Grades“. 1944 wird der 19-Jährige zur Organisation Todt (OT) in Rixheim im Elsass einberufen. Er flieht und taucht bei seinem Bruder in Berlin-Wilmersdorf unter.
Ab November 1944 wird reichsweit nach Hammerschmidt gefahndet. Mit Hilfe der Hausmeisterin seines Bruders versteckt er sich im Keller des Hauses. Danach muss er mehrfach das Versteck wechseln. Maria Gräfin von Maltzan verweist ihn an den schwedischen Pfarrer Erik Myrgren von der schwedischen Victoriagemeinde. Hammerschmidt wird in den Räumen der Kirche aufgenommen. Als er dort nicht mehr bleiben kann, nehmen die Pfarrfrau Agnes Wendland und deren Tochter Ruth ihn einige Zeit auf. Häufig übernachtet er auch in S-Bahnen.
Am 24. Februar 1945 wird Wolfgang Hammerschmidt in einem Lokal festgenommen und in das OT-Barackenlager in Eichkamp gebracht. Am 10. März gelingt ihm die Flucht. Er schläft in Ruinen und Kellern. Als er hohes Fieber bekommt, nimmt die Tierärztin Maria Gräfin von Maltzan ihn auf und pflegt ihn. Am 29. April 1945 erlebt er die Befreiung bei Ruth Wendland.
Nach dem Krieg wird Wolfgang Hammerschmidt Dramaturg beim Sender ZDF.

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