Werner Blumenfeld wächst in Berlin als Sohn eines jüdischen Vaters auf; er selbst wird evangelisch getauft. Seit 1934 arbeitet er als Chemiker bei einer Berliner Arzneimittelfabrik. Als sein Bruder 1935 nach England auswandert, überschreibt er ihm zuvor die Vereinigten Metallmöbelfabriken A.G. in Berlin-Marienfelde. Werner Blumenfeld wird deshalb 1938 von der Gestapo abgeholt und zwei Monate lang in der Prinz-Albrecht-Straße, dem Sitz der Gestapo, festgehalten und misshandelt, bis er sich bereit erklärt, seinen Besitz bis auf ein Viertel der Aktien abzugeben. 1941 wird er erneut festgenommen, bis er nach zweieinhalb Monaten Gestapohaft auch den Rest seines Besitzes verliert.
Im Oktober erhält er eine Einberufung zur Organisation Todt, der er jedoch nicht Folge leistet. Stattdessen hält er sich unangemeldet in Gutengermendorf im Löwenberger Land nördlich von Berlin auf. Nach dem Krieg emigriert er in die USA und ändert seinen Namen in Werner Bentler.
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