Melanie Berger lebt mit ihren jüdischen Eltern und einer Schwester in Wien. Schon als 13-Jährige ist sie politisch aktiv und nimmt an Treffen verbotener linker Gruppen teil. Sie macht eine Ausbildung als Miedermacherin. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 flieht die 16-Jährige mit Freunden nach Belgien. Als Junge getarnt überquert sie in einer Arbeitskolonne die französische Grenze und geht nach Paris.
Nach Kriegsbeginn wird sie aus Paris ausgewiesen. Einer Internierung im Lager Gurs entkommt sie, indem sie eine Stelle als Dienstmädchen annimmt.
In Montauban trifft sie ihre Freunde wieder. Gemeinsam produzieren sie Flugblätter und verteilen diese an Wehrmachtssoldaten. Im Januar 1942 wird sie festgenommen und zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach einem Jahr Haft in Marseille kann sie ihrem Freund eine geheime Nachricht übermitteln, wie er sie befreien kann. Im Oktober 1943 wird sie mit Gelbsucht im Krankenhaus behandelt. Als Gestapo-Beamte getarnt, gelingt es den Freunden, sie dort zu befreien. Danach ist sie weiter im Widerstand aktiv.
Nach dem Krieg bleibt Melanie Berger in Frankreich. Mit 102 Jahren ist sie Fackelläuferin bei den Olympischen Spielen.
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