Uschi Rubinstein geb. Littmann

geb. 8. Dezember 1921 in Berlin – gest. 25. August 2016 in Amsterdam
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Uschi Littmann, um 1942

Ursula Littmann, genannt Uschi, wächst in einer jüdischen Familie in Berlin auf.
Ab Mitte 1930 engagiert sich Uschi Littmann in einer Jugendgruppe im Ring – Bund Jüdischer Jugend, wo sie Herbert Baum kennenlernt. Um Baum und seine Frau Marianne bildet sich eine kommunistische Widerstandsgruppe, der sich Littmann anschließt. Auch ihre Freundin Hella Hirsch gehört zur Gruppe. Zusammen kleben sie Protestzettel an Häuserwände.
1935 beginnt Littmann eine Ausbildung zur Hutmacherin in einem jüdischen Geschäft in Berlin. Am 9. November 1938, dem Tag der Novemberpogrome, arbeitet sie dort. Im Keller versteckt, hört sie, wie über ihr alles zerstört wird. An diesem Abend beschließt sie mit ihrer Familie, nach Amsterdam zu fliehen. Mit Hilfe einer Freundin der Schwester können sie heimlich die Grenze überqueren.
Nach dem deutschen Einmarsch taucht Uschi Littmann unter. Mit ihrem Freund Max Rubinstein engagiert sie sich in der Widerstandsgruppe Tehuis Oosteinde. Die Gruppe schmuggelt Jüdinnen und Juden aus dem Sammellager. Uschi Littmann besorgt sich einen Ausweis mit falschem Namen und übernimmt Kurierdienste für die Gruppe. Noch im Untergrund heiratet sie Max Rubinstein. Beide überleben.

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