Arno Blumenthal wächst mit seinen Brüdern Rolf und James in Berlin auf. Von den Nationalsozialisten werden sie als „Geltungsjuden“ eingestuft. Nach Beginn der Deportationen im Herbst 1941 gelingt es Arno Blumenthal, in Ostpreußen den Abstammungsnachweis für die Familie zu fälschen, so dass der Vater Bruno nun als vermeintlicher „Arier“ gilt und seine Söhne als „Mischlinge 1. Grades“.
1944 wird Arno Blumenthal aufgrund einer Denunziation von der Gestapo verhaftet, jedoch wieder freigelassen, da er kurz vor der Einberufung in die Organisation Todt (OT) steht. Ab November 1944 muss er in einem OT-Lager schwere Zwangsarbeit leisten. Von einem Transport Anfang 1945 nach Berlin kann er flüchten. Ende Januar 1945 fällt er der Gestapo in die Hände und wird in das Gestapogefängnis Große Hamburger Straße eingeliefert, wo auch die Fälschung seiner Papiere bekannt wird.
Nach der Flucht eines Mithäftlings aus dem Lager entlässt ihn die Gestapo Anfang April 1945 mit der Auflage, den Geflohenen zu suchen. Blumenthal lässt sich zum Schein darauf ein. Die letzten drei Wochen bis zum Einmarsch der Roten Armee kann er sich erneut verbergen.
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