Fritz Wolzenburg arbeitet ab 1937 als technischer Reichsbahninspektor in Berlin. Von 1939 bis 1941 wird er im besetzten Polen eingesetzt. Nach seiner Rückkehr im April 1942 übernimmt er den Bautrupp 7, zu dessen Aufgaben vor allem Gleisbauarbeiten bei Berlin gehören.
Wolzenburg ist Vorabeiter für jüdische Zwangsarbeiter*innen. Einer der Zwangsarbeiter ist Werner Rewald. Wolzenburg reklamiert ihn für die „kriegswichtigen“ Reichsbahn-Arbeiten, um ihn vor drohender Deportation zu schützen. Anfang 1943 taucht Rewald mit seiner Frau Ilse unter. Sie bitten Wolzenburg um Hilfe. Dieser besorgt für die beiden Blanko-Ausweise der Reichsbahn, die das Ehepaar mit Tarnnamen ausfüllt.
Fritz Wolzenburg hilft auch anderen jüdischen Zwangsarbeiter*innen. Er warnt sie vor bevorstehenden Festnahmen oder lässt sie nachts in einem Bauwagen übernachten. Seine Frau Irma und er nehmen auch zeitweise Untergetauchte in ihrer Wohnung auf.
1971 wird Fritz Wolzenburg auf Antrag der Eheleute Rewald mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
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