Der/die Intersexuelle Hans Bernhard wächst als Junge in Wiesbaden auf. Er/Sie studiert Philosophie und Wirtschaftswissenschaften und promoviert 1922.
Schon während des Studiums engagiert er/sie sich in der Friedensbewegung. Um 1925 zieht Bernhard nach Berlin.
Ab 1930 positioniert sich Hans Bernhard öffentlich gegen Hitler. Bei einem Auftritt wird er/sie von Nationalsozialisten tätlich angegriffen.
Ab 1933 tritt Hans Bernhard als Frau auf. Aufgrund ihrer politischen Haltung und weil sie im Nationalsozialismus als jüdischer „Mischling 2. Grades“ gilt, kann sie das Berufsziel einer Universitätsprofessur nicht weiterverfolgen. Sie lebt nun notdürftig von Ersparnissen. 1940 wird Bernhard als Intersexuelle bei der Wehrmacht ausgemustert.
Bernhard knüpft Kontakte zur KPD und unterstützt politisch und rassisch Verfolgte. Sie gibt Warnungen vor drohender Festnahme weiter und vermittelt Quartiere für untergetauchte Jüdinnen und Juden.
Nach Kriegsende nennt sich Bernhard Hansi-Marion. Sie wird als „Opfer des Faschismus“ und als politisch Verfolgte anerkannt. Um 1954/55 ist sie Leiterin der Volkshochschule Charlottenburg. Sie lebt bis zu ihrem Tod 1981 in Berlin.
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