Tadeusz Romer ist seit 1937 polnischer Botschafter in Japan. 1940 gründet Romer das Polnische Komitee zur Unterstützung der Kriegsopfer mit Niederlassungen in Kōbe und Tokio. Seine Frau Zofia übernimmt dessen Vorsitz. Das Komitee hilft polnischen Flüchtlingen, die seit Sommer 1940 in Japan eintreffen. Die meisten sind Jüdinnen und Juden, die mit einem von Chiune Sugihara ausgestellten Transitvisum aus Litauen über die Sowjetunion nach Japan geflohen sind.
Die Geflüchteten dürfen nur 10 Tage in Japan bleiben. Romer erreicht bei den japanischen Behörden, dass sie länger bleiben können. Er verhandelt mit Großbritannien, Palästina, den USA und südamerikanischen Staaten über die Ausstellung von Einreisevisa. Außerdem stellt er den Geflüchteten bei Bedarf neue Pässe aus und organisiert die Ausreise.
Nach der Schließung der Botschaft in Tokio 1941, setzt Romer seine Hilfsaktionen in Shanghai fort. Dort übernimmt er die Betreuung polnischer Bürger*innen, die aus Japan nach Shanghai ausgewiesen worden sind. 1943 wird Romer polnischer Botschafter in der Sowjetunion und später Außenminister der polnischen Exilregierung in London. Nach Kriegsende emigriert er nach Kanada.
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