Sophie Mayer

geb. 20. August 1897 in Mainz – gest. 2. Juli 1997 in München
Verfolgte*r
Fotografie: Sophie Mayer, München, um 1939

Sophie Mayer ist Ärztin. Als Jüdin darf sie ab 1938 ihren Beruf nicht mehr ausüben.
1941 wird Mayer in das Sammellager Berg am Laim verschleppt und muss in einer Batteriefabrik Zwangsarbeit leisten. Im Juli 1942 droht ihr die Deportation. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester gelingt ihr die Flucht aus dem Lager. Ihre Bekannte Maria Letnar bringt sie bei Letnars Schwester Rosa Mayer und ihrem Mann Paul in Lenggries unter. Auch für Sophie Mayers Schwester und Mutter findet sie ein Versteck.
Sophie Mayer kommt im Kinderzimmer des zehnjährigen Sohnes Günter unter. Die Familie geht ein großes Risiko ein. Paul Mayer ist Leiter der Gendarmerie, die Dienstwohnung befindet sich direkt über der Polizeiinspektion. Auch SS-Angehörige halten sich dort häufig auf.
Als das Versteck kurz vor Kriegsende von einem Nachbarn verraten wird, kann sich Sophie Mayer rechtzeitig bei einem mit Mayers befreundeten Bauern in Sicherheit bringen. Sie überlebt. Ihre Mutter und Schwester nehmen sich 1944 aus Verzweiflung das Leben.
Nach dem Krieg praktiziert Sophie Mayer wieder als Ärztin. Auf Initiative von Sophie Mayer werden Paul und Rosa Mayer als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

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