Leonhard Bartlakowski

geb. 31. August 1916 in Berlin – gest. 18. August 1951 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Leonhard Bartlakowski als Soldat der Wehrmacht, um 1938

Leonhard Bartlakowski wächst in Berlin auf. Seine Familie stammt aus Polen. Als er acht Jahre alt ist, stirbt sein Vater. Bartlakowski macht eine Schneiderlehre. 1936 meldet er sich zur Wehrmacht, desertiert aber im August 1939. Es wird nach ihm gefahndet. Unter falschem Namen hält er sich an verschiedenen Orten auf. Zeitweise gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, wo er an Tuberkulose erkrankt. Bartlakowski kommt frei und gelangt 1941 nach Rawa Ruska (heute Rawa-Ruska, Ukraine). Dort wird er als deutsch-polnischer Übersetzer bei der Gestapo eingesetzt. Gleichzeitig ist er führendes Mitglied einer Widerstandsgruppe in Rawa Ruska. Als Übersetzer erfährt er frühzeitig von Razzien und Deportationen und warnt Jüdinnen und Juden. Im März 1943 versteckt er Romana Kessler, die Schwägerin des mit ihm befreundeten jüdischen Apothekers Abraham Weinfeld. Auch die Ärztin Stephanie Reicher nimmt er in seiner Einzimmerwohnung auf. Später kommen Weinfeld und dessen Ehefrau nach. Bartlakowski versorgt sie mit Lebensmitteln von seiner Dienststelle.
1946 kehrt er nach Berlin zurück. Er stirbt mit 53 Jahren an Tuberkulose. 1979 wird er posthum als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt.

zurück

Barrierefreiheit

Ihr Besuch

 

Digitale Barrierefreiheit

Leichte Sprache

Wie barrierefrei ist diese Website?

Erklärung zur Barrierefreiheit

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen
zur Barrierefreiheit dieser Website?

Kontakt zur Ansprechperson

Wo gibt es zusätzliche Informationen
zur Barrierefreiheit im Land Berlin?

Landesbeauftragte für Digitale Barrierefreiheit

+