Günther Samuel führt in Trebbin ein Konfektionswarengeschäft. Seit seiner Jugend ist er mit Hans Winkler befreundet. 1933 lässt Samuels nichtjüdische Ehefrau sich von ihm scheiden. Er muss sein Geschäft aufgeben und Trebbin verlassen.
In einem Hachscharalager bereitet er sich auf seine Auswanderung vor. Er bleibt jedoch in Deutschland, weil er die jüdische Krankenschwester Else Urbaniczyk kennenlernt und um 1935 heiratet. Sie leben in Berlin. Im Sommer 1936 wird ihr Sohn Hans-Peter geboren. Gemeinsam mit Hans Winkler entwickeln Günther und Else Samuel Ende 1941 die Idee, eine Gruppe zur Unterstützung untergetauchter Jüdinnen und Juden zu gründen. Sie nennen sie „Sparverein großer Einsatz“.
Durch Else Samuels Tätigkeit im Jüdischen Krankenhaus ist die Familie zunächst auch nach der „Fabrik-Aktion“ geschützt. Hans Winkler versucht, in Luckenwalde ein Versteck für die Samuels zu finden. Allerdings ist es schwierig, eine Familie mit Kind unterzubringen. Am 4. August 1943 werden die drei in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Else und Hans-Peter werden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Günther Samuel stirbt in einem Außenlager des KZ Dachau.
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