Berlin, 19.–21. März 2025

Internationale Tagung: Der Widerstand gegen die Judenverfolgung als europäisches Thema – Forschung, Erinnerung und Musealisierung

Tagungsort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13–14, 10785 Berlin, 2. OG, Raum 2B

Tagungssprachen: Deutsch und Englisch (mit Simultanübersetzung, soweit nicht anders angegeben)

Mittwoch, 19. März

Ab 9:30 Uhr

Ankommen am Tagungsort, Registrierung

10:00 Uhr

Begrüßung

 

Johannes Tuchel, Leiter der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

10:10 Uhr

Einführung

 

Karoline Georg (Berlin): Der Widerstand gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung – Perspektiven aus Forschung und Bildung

10:40 Uhr

Kaffeepause

11:00 Uhr

Panel 1: Widerstand von Jüdinnen und Juden

 

Moderation: Uta Fröhlich

 

Wolf Gruner (Los Angeles): Ida Schneider, Hans Oppenheimer und viele andere. Individueller jüdischer Widerstand gegen die NS-Verfolgung in Deutschland, Österreich und dem Protektorat

 

Markus Roth (Frankfurt am Main): In letzter Minute? Attacken von Jüdinnen und Juden gegen ihre Mörder – Hergang und Wirkung

12:30 Uhr

Mittagspause, Imbiss

13:30 Uhr

Panel 2: Handlungsspielräume von Jüdinnen und Juden

 

Moderation: Sara Berger

 

Lilly Maier (München): Rettung und Selbsthilfe als Widerstand: Jüdische Retterinnen in Frankreich während der Shoah

 

Eleni Kouki (Athen): Hidden Jews in Greece during WW2, a critical rethinking (Untergetauchte Jüdinnen und Juden in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs, eine kritische Betrachtung)

15:00 Uhr

Kaffeepause

15:30 Uhr

Panel 3: Flucht aus Europa

 

Moderation: Martina Voigt

 

Rajendra Singh Thakur (Panchkula): Resistance to the persecution of Jews from a completely different region: India (Widerstand gegen die Judenverfolgung aus einer ganz anderen Region: Indien)

 

Björn Siegel (Hamburg): „Man wollte doch von Ueberleben hoeren!“ Die Aushandlungsprozesse deutscher Jüdinnen und Juden in den südamerikanischen (General-) Konsulaten von Hamburg – Erfahrungen und Erinnerungen

17:00 Uhr

Pause

18:00 Uhr

Öffentliche Abendveranstaltung: Mary Fulbrook (London): Comparative European Perspectives on the Significance of Surrounding Societies for Survival (Vergleichende europäische Perspektiven zur Bedeutung der umgebenden Gesellschaften für das Überleben)

(in englischer Sprache mit Übersetzung)

Moderation: Karoline Georg

Im Anschluss

Kleiner Empfang

Donnerstag, 20. März

9:00 Uhr

Führungen in deutscher und englischer Sprache

 

Zur Auswahl:

  • Gedenkstätte Stille Helden
    Stauffenbergstraße 13–14, 10785 Berlin, 3. OG

  • Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
    Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin, 1. Hof, linker Aufgang

11:00 Uhr

Kaffeepause

11:30 Uhr

Panel 4: Hilfe in Deutschland und Österreich

 

Moderation: Peter Klein

 

Jutta Faehndrich (Leipzig) und Caroline Fries (Berlin): Saving Lives and Assets – Luise Meigat's International Smuggling Network (Leben und Vermögen retten – Luise Meigats internationales Schmugglernetzwerk)

 

Brigitte Ungar-Klein (Wien): „Wer hat Juden geholfen?“ – Motive – Möglichkeiten – Folgen. Hilfestellung für Jüdinnen und Juden in Österreich 1938–1945

13:00 Uhr

Mittagspause, Imbiss

14:00 Uhr

Panel 5: Interaktion zwischen Helfenden und Verfolgten am Beispiel Polens

 

Moderation: Klara Jackl

 

Kamil Kopera (Rzeszów): The End of Safe Haven: Consequences of Efforts to Aid Jews on the Escape Route from Poland to Hungary through the Bieszczady Mountains (Das Ende des sicheren Hafens: Die Folgen der Bemühungen zur Unterstützung von Jüdinnen und Juden auf der Fluchtroute von Polen nach Ungarn durch das Bieszczady-Gebirge)

 

Alicja Podbielska (Atlanta): “She Rescued Me; Now It’s My Duty to Save Her”: Post-Liberation Relationships Between Survivors and Their Polish Helpers („Sie hat mich gerettet; jetzt ist es meine Pflicht, sie zu retten“: Die Beziehungen zwischen den Überlebenden und ihren polnischen Helfer:innen nach der Befreiung)

15:30 Uhr

Kaffeepause

16:00 Uhr

Parallele Panels

Raum 2B

Panel 6a: Filmische Rezeption des Widerstands gegen die Judenverfolgung

 

Moderation: Katja S. Baumgärtner

 

Nicolas Moll (Sarajevo): Makellose Helden und passive Opfer? Rettungswiderstand während der Shoah als Thema von Filmen in Europa und den USA von den 1940er Jahren bis heute

 

Brigitte Rigaux-Pirastru (Angers): Mythos Judenrettung in der DDR: Die offizielle Geschichtsschreibung im ostdeutschen Fernsehroman „Wege übers Land“ (1968)

Raum 3B

Panel 6b: Ambivalenzen im Umgang mit Helfer:innen (in deutscher Sprache ohne Übersetzung)

 

Moderation: Beate Kosmala

 

Julia Stucki (Bern): Akteur:innen, die Menschlichkeit vor Gesetzlichkeit stellten? Juristische Konsequenzen gegenüber Fluchthelfenden im Grenzkanton St. Gallen 1938–1944

 

Gerd Kühling (Berlin): Verfolgtenverbände und „Unbesungene Helden“: Ernst Bruno Motzko und sein Kampf um „Wiedergutmachung“ in der Bundesrepublik Deutschland

Raum 3C

Panel 6c: Fotos als Quelle (in englischer Sprache ohne Übersetzung)

 

Moderation: Alina Bothe

 

Signe Bergman Larsen (Kopenhagen): Narratives of exile: A study of private family photo albums documenting Danish Jewish refugee experiences in Sweden 1943–1945 (Narrative des Exils: Eine Studie über private Familienfotoalben, die die Erfahrungen dänisch-jüdischer Flüchtlinge in Schweden 1943-1945 dokumentieren)

 

Franziska Zaugg (Fribourg): Fleeing to Albania – how Jewish refugees document their escape 1938/41–1946 (Flucht nach Albanien –jüdische Flüchtlinge dokumentieren ihre Flucht 1938/41-1946)

17:30 Uhr

Ende Programm

Freitag, 21. März

9:00 Uhr

Panel 7: Bildungskonzepte in europäischen Erinnerungsorten

 

Moderation: Christine Müller-Botsch

 

Elisabeth Anschütz (Berlin): „Widerstand gegen die Judenverfolgung“ als Thema der historisch-politischen Bildung. Das Seminar „Netzwerke der Hilfe“ als Praxisbeispiel der Gedenkstätte Stille Helden

 

Sara Ferrari (Nonantola): The young Jewish refugees of Villa Emma. A trust-based story (Die jungen jüdischen Flüchtlinge der Villa Emma. Eine Geschichte des Vertrauens)

10:30 Uhr

Kaffeepause

11:00 Uhr

Panel 8: Musealisierung

 

Moderation: Irina Rebrova

 

Aliaksandr Nialiubau (Minsk): Jewish Museum in Minsk. Looking for the Righteous (Das Jüdische Museum in Minsk. Auf der Suche nach den Gerechten)

 

Hikari Bun (Heidelberg): Reception of Sugihara Chiune in Japan: a national hero who helped the Jews (Die Rezeption von Sugihara Chiune in Japan: ein Nationalheld, der den Juden half)

12:30 Uhr

Mittagspause mit Imbiss

13:30 Uhr

Podiumsdiskussion: Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung im Wandel

 

Moderation: Stephan Lehnstaedt

 

Zofia Wóycicka (Warschau), Kobi Kabalek (State College) und Melanie Carina Schmoll (Hamburg / Ramat Gan)

15:00 Uhr

Tagungsende

Durch Ihre Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Film- und Fotoaufnahmen für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Internetauftritte, soziale Medien, Druckprodukte) verwendet werden dürfen.

Änderungen vorbehalten. Stand: 6. März 2025

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