Alfred Holschke arbeitet als Inspektor des Gutes Naundorf bei Oschatz in Sachsen. In der Endphase des Krieges führt einer der berüchtigten Todesmärsche am Gutshof vorbei. Unter den KZ-Häftlingen befinden sich Hanna Levy, Anna Borinski und drei oder vier ihrer Kameradinnen. Am 17. April können sie sich heimlich aus der Marschkolonne entfernen. Am nächsten Tag findet Holschkes Sohn Walter die völlig entkräfteten Frauen in einem Gebüsch. Er verständigt seinen Vater, der die Jüdinnen in einer Scheune des Gutshofs versteckt. Vor allem Holschkes Tochter Ursula kümmert sich darum, die Frauen langsam wieder aufzupäppeln.
Wenige Tage später wird Alfred Holschke von einem Nachbarn denunziert. Da er eine Hausdurchsuchung befürchtet, schickt er die Frauen mit anderen aufs Feld. Dort sucht zum Glück niemand nach ihnen. Am 26. April 1945 wird Oschatz von den westlichen Alliierten befreit.
Als Alfred Holschke 1952 wegen angeblicher Sabotage verhaftet zu werden droht, flieht der Witwer mit Sohn und Tochter in die Bundesrepublik. 1998 werden der mutige Gutsinspektor und seine beiden Kinder von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt.
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