Hanna Levy wächst in einer jüdischen Familie in Neuwied auf. 1941 geht sie in ein Hachscharalager, eine Auswanderung nach Palästina ist jedoch nicht mehr möglich. Im April 1943 werden die Jugendlichen nach Auschwitz deportiert. Am 17. April 1945 können Levy, ihre einstige Gruppenleiterin Anna Borinski und drei oder vier Kameradinnen im sächsischen Naundorf von einem Todesmarsch entkommen. Am nächsten Tag findet Walter Holschke die völlig entkräfteten Frauen. Er verständigt seinen Vater Alfred, Inspektor des Gutshofs in Naundorf, der die Jüdinnen in einer Scheune versteckt. Seine Tochter Ursula päppelt sie mit Hafersuppe langsam wieder auf.
Nach ein paar Tagen wird Alfred Holschke von einem Nachbarn denunziert. Da er eine Hausdurchsuchung befürchtet, schickt er die Frauen mit anderen aufs Feld. Dort sucht zum Glück niemand nach ihnen. Am 26. April 1945 wird die Region von den westlichen Alliierten befreit. In Palästina heiratet Hanna Levy den Auschwitz-Überlebenden Leo Engel. Auf ihren Vorschlag wird Familie Holschke 1998 von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt. Im Jahr darauf nehmen die Geschwister die Ehrung in Israel im Beisein von Hanna Engel entgegen.
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