Vesna Domany wird im Mai 1941 in einer jüdischen Familie in Zagreb geboren. Einen Monat zuvor hat die faschistische Ustascha-Organisation die Macht im „Unabhängigen Staat Kroatien“ übernommen und verfolgt Jüdinnen und Juden. Als Vesna Domany drei Monate alt ist, wird ihr Vater Rudolf festgenommen und ermordet. 1942 schließt ihre Mutter Eva Domany sich einer Partisaneneinheit an und übergibt die etwa einjährige Vesna ihrer nichtjüdischen Bekannten Ruža Fuchs. Vesna Domany lebt fortan bei Ruža Fuchs, ihrem Mann Otto und der Tochter Silva. 1943 bekommt Familie Fuchs eine weitere Tochter, Milana. Ruža Fuchs ist Katholikin und ihr jüdischer Ehemann ist durch die Ehe zunächst vor Verfolgung geschützt. 1944 wird Otto Fuchs dennoch ermordet. Ruža Fuchs kümmert sich weiterhin liebevoll um Vesna Domany.
1945 kehrt Vesna Domanys leibliche Mutter zurück und holt sie ab. Vesna Hardy, wie sie später heißt, bleibt ihr Leben lang in Kontakt mit Ruža Fuchs und ihren Töchtern. 1989 ehrt die israelische Gedenkstätte Yad Vashem Ruža Fuchs als „Gerechte unter den Völkern“.
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