Cornelie Pachali lebt mit ihrem Mann Rudolf und ihrer Mutter in einer großen Wohnung in Berlin. Dort trifft sich einmal wöchentlich ein Lesezirkel, der sich mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Die Gruppe ist gegen die NS-Diktatur eingestellt und hilft Jüdinnen und Juden bei der Flucht.
Ende 1942 nehmen Pachalis die Jüdin Ruth Lilienthal auf. Die Vermieterin der Wohnung ist gegen die Nationalsozialisten eingestellt und weiß Bescheid. Im Sommer 1943 zieht Cornelie Pachali mit ihren Kindern Regina (*1941) und Roland (*1943) und ihrer Mutter nach Bückeburg bei Hannover. Anfang Oktober 1943 fährt auch Ruth Lilienthal dorthin. Sie bleibt drei Wochen bei Cornelie Pachali. Danach nimmt Pfarrer Wilhelm Mensching sie auf.
Im November 1943 wird Pachalis Berliner Wohnung bei einem Luftangriff zerstört. Cornelie Pachali fährt nach Berlin und registriert ihre Familie als Bombengeschädigte. Bei dieser Gelegenheit besorgt sie auch für Ruth Lilienthal einen Ausweis für Bombenbeschädigte auf den Tarnnamen Rose Schwendinger.
Im Sommer 1945 kehrt Rudolf Pachali aus dem Kriegseinsatz zurück. Die Familie bleibt in Bückeburg. 2016 wird Cornelie Pachali als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.
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