Rudolf Pachali und seine Frau Cornelie leben in Berlin. 1941 und 1943 werden ihre Kinder Regina und Roland geboren. 1940 wird Rudolf Pachali zur Wehrmacht eingezogen. Er ist bei einer Veterinäreinheit stationiert und kann öfter zu Hause sein. Dort leitet er einen anthroposophischen Lesekreis. Da die „Anthroposophische Gesellschaft“ 1935 verboten wird, tarnt sich der Freundeskreis als Sing- und Wandergruppe. Die Mitglieder sind gegen die NS-Diktatur eingestellt und helfen Jüdinnen und Juden bei der Flucht und später beim Untertauchen.
Ende 1942 nehmen Pachalis die Jüdin Ruth Lilienthal auf. Sie kann sich bei der Familie bis Sommer 1943 verstecken.
Rudolf Pachali wird Anfang 1943 mit seiner Einheit in die Ukraine verlegt, und im Herbst 1943 gerät er in der Nähe von Charkiw in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wird.
Nach dem Krieg lebt die Familie in Bückeburg. 2016 wird Rudolf Pachali postum von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt.
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