Franz Herbert Chales de Beaulieu wächst in einer hugenottischen Offiziersfamilie in Bremen auf. Er studiert Theologie und ist überzeugter Pazifist. 1939 wird er zur Wehrmacht eingezogen und verrichtet seinen Militärdienst im Generalstab des Heeres. Von dort gibt er öfter geheime Informationen an Bekannte weiter.
In Berlin lernt er Eva John kennen, die seine Freundin wird. Sie gilt als „Mischling ersten Grades“. Chales de Beaulieu hat Kontakt zu einer Jugendgruppe der Quäker*innen. Zudem gehört er einem anthroposophischen Kreis um Rudolf Pachali an, dessen Mitglieder Jüdinnen und Juden helfen. Die mit Chales de Beaulieu und John befreundete Jüdin Ruth Lilienthal will 1942 untertauchen und nach Paris fliehen. Chales de Beaulieu beginnt bei sich zu Hause, einen Ausweis für sie zu fälschen, kann ihn jedoch nicht fertigstellen. Er wird beim Verlassen seines Dienstortes festgenommen, weil er Kopien geheimer Dokumente bei sich trägt. Ein Freund kann den gefälschten Ausweis noch rechtzeitig verbrennen. Chales de Beaulieu wird zu sieben Monaten Haft und Einsatz in einem Strafbataillon verurteilt. Nach dem Krieg lebt er in Frankreich. Er ändert seinen Namen in François de Beaulieu und wird Pastor.
Erklärung zur Barrierefreiheit