Henri Héritier bewirtschaftet mit seiner Frau Emma einen Bauernhof in La Fayolle, einem Vorort von Le-Chambon-sur-Lignon im Zentralmassiv in Südfrankreich. Sie haben vier Kinder.
Mehrfach nimmt die protestantische Familie verfolgte Jüdinnen und Juden auf. Auch Madeleine Dreyfus von der Kinderhilfsorganisation OSE vermittelt jüdische Kinder an sie.
1943 kommen der 20-jährige Oscar Rosowsky und sein Freund Samy Charles bei den Héritiers unter. Rosowsky wird als Jude verfolgt, Charles ist vor dem Zwangsarbeitseinsatz geflohen. Die beiden richten auf dem Hof eine Fälscherwerkstatt ein und versorgen Untergetauchte in der Region mit gefälschten Papieren. Das Material versteckt Henri Héritier in einem seiner Bienenstöcke. Die beiden Fälscher zahlen nur einen geringen Betrag für Unterkunft und Verpflegung.
In der Nachbarschaft ist auch die jüdische Familie Sauvage mit ihrem neugeborenen Sohn Pierre untergetaucht. Die Héritiers freunden sich mit ihnen an, die Tochter Éva Héritier kümmert sich um das Baby.
1987 werden Emma und Henri Héritier von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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