Oscar Rosowsky

geb. 16. Oktober 1923 in Berlin – gest. 7. November 2014
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Oscar Rosowsky auf dem Hof von Emma und Henri Héritier in La Fayolle, Le Chambon-sur-Lignon 1944

Oscar Rosowsky wird in Berlin als Sohn einer weißrussisch-jüdischen Familie geboren. 1933 wandert die Familie nach Frankreich aus. 1941 macht Rosowsky in Nizza Abitur. Wegen der einsetzenden Judenverfolgung kann er aber nicht wie geplant Medizin studieren.
Ende August 1942 wird sein Vater festgenommen und deportiert. Oscar Rosowsky selbst muss in einer Gärtnerei Zwangsarbeit leisten. Nach einigen Wochen beschließt er, in die Schweiz zu fliehen. Dafür fälscht er für sich erstmals ein Dokument. Er schafft es über die Grenze, wird jedoch von Schweizer Grenzbeamten zurückgeschickt. Rosowsky kehrt nach Nizza zurück und flieht nach Le Chambon-sur-Lignon. In der abgelegenen Gegend rund um Le Chambon haben bereits zahlreiche Verfolgte Zuflucht gefunden. Unter dem Tarnnamen Jean-Claude Plunne kommt Rosowsky in einer Pension unter. Später nimmt ihn das Ehepaar Héritier auf seinem Bauernhof auf.
Zusammen mit Samy Charles, Louis de Juge, Gaby Barraud und Roger Klimowitzky baut er eine Fälscherwerkstatt auf. Bis Kriegsende stellen sie Tausende von Dokumenten für Jüdinnen und Juden und andere Untergetauchte her.
Nach der Befreiung studiert Oscar Rosowsky Medizin und wird Arzt.

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