Käthe Pickardt lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Max Pickardt, in Berlin. Sie haben vier Kinder: Wolfgang, Joachim, Ursula und Ilse.
Da ihr Mann jüdischer Herkunft ist, gilt ihre Ehe nach den „Nürnberger Rassengesetzen“ als „privilegierte Mischehe“. Max Pickardt darf nur noch jüdische Patient*innen behandeln. Sohn Wolfgang und Tochter Ilse emigrieren nach Brasilien und Dänemark. Sohn Joachim Pickardt ist ab 1935 wegen seiner Widerstandstätigkeit in Haft. 1941 wird er im KZ Buchenwald ermordet.
Max Pickardt stirbt im Oktober 1942. Käthe und Ursula Pickardt bleiben in der großen Wohnung in Berlin-Wilmersdorf. Sie unterstützen ihre jüdischen Freund*innen und andere Verfolgte. Außerdem gehört Käthe Pickardt zu einem Unterstützer-Netzwerk für Inhaftierte.
Im Januar 1943 nehmen sie die untergetauchte Ilse Rewald auf. Ein Jahr lang kann sie bei Mutter und Tochter Pickardt bleiben. Die Pickardts verstecken noch zwei weitere untergetauchte Frauen. Bei einem schweren Luftangriff Ende Januar 1944 wird die Wohnung zerstört. Käthe und Ursula Pickardt ziehen zu Bekannten ins Riesengebirge.
Nach Kriegsende wandern sie nach Brasilien aus. Rewalds und Pickardts bleiben in lebenslanger Verbindung.
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