Ursula Pickardt wohnt mit ihren Eltern Käthe und Max und ihren drei Geschwistern in Berlin. Ihr Vater ist Arzt. Da er jüdischer Herkunft ist, gilt die Ehe der Eltern ab 1935 als „privilegierte Mischehe“. Ursulas Bruder Wolfgang und ihre Schwester Ilse emigrieren nach Brasilien und Dänemark. 1935 wird ihr Bruder Joachim wegen seiner Widerstandstätigkeit festgenommen und 1941 im KZ Buchenwald ermordet.
Ab 1938 darf Max Pickardt nur noch Jüdinnen und Juden behandeln. Im Oktober 1942 stirbt er. Ursula und Käthe Pickardt leben von der Vermietung einzelner Zimmer ihrer großen Wohnung. Da sie als getaufter „Mischling“ gilt, ist Ursula Pickardt selbst gefährdet. Dennoch unterstützt sie mit ihrer Mutter andere Verfolgte mit Unterkunft und Lebensmitteln. Ilse Rewald erfährt durch einen Arbeitskollegen ihres Mannes von Pickardts Hilfsbereitschaft und bittet sie Anfang Januar 1943 um Hilfe. Ein Jahr lang kann sie bei Pickardts unterkommen. In der Wohnung leben zwei weitere untergetauchte Frauen.
Bei einem schweren Luftangriff Ende Januar 1944 wird die Wohnung zerstört. Käthe und Ursula Pickardt ziehen zu Bekannten ins Riesengebirge. Sie bleiben mit Rewalds in lebenslanger Verbindung.
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