Leopold Fraines

geb. 11. Dezember 1898 in Berlin – gest. 24. November 1976
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Leo Fraines, nach Mai 1945

Der Geschäftsmann Leopold „Leo“ Fraines verrichtet Zwangsarbeit bei der Lampenfabrik Osram in Berlin. In der dortigen „Judenabteilung“ lernt er Gertrud Neumann und ihren Sohn Ralph kennen. Als im Februar 1943 im Rahmen der "Fabrik-Aktion" jüdische Zwangsarbeiter*innen festgenommen werden, taucht Fraines unter. Er bittet Hedwig Höppner um Hilfe, die er durch seine frühere Freundin kennt. Obwohl die alleinstehende Arbeiterin in einer Einzimmerwohnung wohnt, sagt sie zu. Aus seinen Rücklagen übernimmt Fraines die Miete und beteiligt sich auch an andere Kosten.
Kurz danach begegnet Fraines dem „Greifer“ Rolf Isaaksohn, kann ihm aber entkommen. Daraufhin wagt er sich nicht mehr in die Öffentlichkeit und in den gemeinschaftlichen Luftschutzkeller. Als die Familie Neumann untertaucht, vermittelt Fraines ihnen eine leerstehende Wohnung. Später lässt er den obdachlosen Ralph Neumann tagsüber in Höppners Wohnung ausruhen und versorgt ihn mit Geld und Lebensmittelmarken.
Fraines kann sich über zwei Jahre bei Höppner verstecken. Während der letzten Luftangriffe auf Berlin, im Frühjahr 1945, brennt das Wohnhaus ab. Leopold Fraines findet Aufnahme bei Freunden. Er überlebt.

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