Horst Symanowski und seiner Frau Isolde wohnen mit ihren zwei Töchtern in Königsberg in Ostpreußen (heute Kaliningrad in Russland). Während seines Studiums der evangelischen Theologie schließt er sich der Bekennenden Kirche an. 1937 wird er von der Gestapo acht Wochen inhaftiert, weil er Namenslisten von verhafteten Mitgliedern der Bekennenden Kirche verbreitet. Nach zwei weiteren Festnahmen meldet er sich 1939 freiwillig zum Militärdienst, um weitere Inhaftierungen abzuwenden. 1941 wird er schwer verwundet.
Im Januar 1943 beteiligt er sich an einem Treffen der „Kirchlichen Arbeitsgemeinschaft“, einer Gruppierung innerhalb der Bekennenden Kirche. Die etwa 15 bis 20 Teilnehmer*innen vereinbaren, in Berlin geflohenen Jüdinnen und Juden zu helfen und für sie in der Provinz Verstecke zu finden. Isolde und Horst Symanowski übernehmen die Vermittlung von Quartieren in Ostpreußen.
1944 nehmen Isolde und Horst Symanowski das jüdische Ehepaar Rosa und Rudolf Karmeinsky und deren sechsjährige Tochter Christel für mehrere Monate bei sich auf.
Anfang 1945 flüchten Symanowskis nach Westen. 2002 wird Horst Symanowski als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
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