Isolde Symanowski und ihr Mann Horst leben mit ihren zwei Töchtern in Königsberg in Ostpreußen (heute Kaliningrad in Russland). Horst Symanowski ist Theologe und Mitglied der Bekennenden Kirche. 1941 wird er im Militärdienst schwer verwundet. Als Kriegsversehrter kann er umsonst Bahn fahren. Daher übernimmt er Kurierdienste zwischen der ostpreußischen Bekennenden Kirche und der Leitung der Bekennenden Kirche in Berlin.
Außerdem vermitteln Isolde und Horst Symanowski Quartiere in Ostpreußen für untergetauchte Jüdinnen und Juden aus Berlin. Sie erhalten verschlüsselte Angaben über die ankommenden Geflüchteten, Isolde Symanowski holt die Verfolgten dann vom Bahnhof ab und bringt sie zu Pfarrfamilien. Es wird geschätzt, dass 30 bis 40 Hilfesuchende mit Symanowskis Hilfe Zuflucht in Ostpreußen gefunden haben.
1944 nehmen Isolde und Horst Symanowski das jüdische Ehepaar Rosa und Rudolf Karmeinsky und deren sechsjährige Tochter Christel für mehrere Monate bei sich auf.
Anfang 1945 flüchten Symanowskis nach Westen. 2002 wird Isolde Symanowski von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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