Eva Fleischmann lebt mit ihren Eltern in Berlin. 1941 macht sie ihren Abschluss beim Jüdischen Kindergärtnerinnenseminar, anschließend leistet sie Zwangsarbeit in einer Wäscherei. Anfang März 1943 wird Familie Fleischmann in ein Berliner Sammellager eingewiesen. Eva flieht im letzten Moment durch ein Fenster. Ihre Eltern werden nach Theresienstadt deportiert.
Die Quäkerin Elisabeth Abegg vermittelt Eva Fleischmann ein Versteck bei dem Patentanwalt Richard Linde in Hohen Neuendorf bei Berlin. Sie schließt sich der geheimen zionistischen Jugendgruppe Chug Chaluzi an, zu der ihr Cousin Jizchak Schwersenz gehört.
Ende 1943 kommt sie in Kontakt mit Mitgliedern der Bekennenden Kirche in Ostpreußen. In Königsberg trifft sie Isolde Symanowski, diese vermittelt ihr eine Bleibe in einem Pfarrhaus in Zinten (heute Kornewo). Für mehr als ein Jahr versteckt sie sich in zahlreichen weiteren Pfarrhäusern und bei Mitgliedern der Bekennenden Kirche in Ostpreußen.
In der zweiten Jahreshälfte 1944 kann sie sich Papiere als „arische“ Bombengeschädigte beschaffen und reist damit nach Göttingen. Dort erlebt sie in einem evangelischen Pfarrhaus die Befreiung.
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