Die Diakonie-Krankenschwester Frieda Mudlagk heiratet 1932 den Rechtsanwalt Adolf Bunke. Sie leben im schlesischen Glogau (Głogów) und schließen sich beide der Bekennenden Kirche an. 1933, 1935 und 1938 werden ihre drei Söhne geboren. Ab 1938 wohnt die Familie in einem ostpreußischen Landhaus in Blöstau (heute Wischnjowka ) bei Königsberg. Das große Haus gehört der Kirche. Adolf Bunke wird 1943 zum Militär eingezogen. Frieda Bunke hält das Hausin Stand und übernimmt verschiedene Aufgaben in ihrer Gemeinde. Trotz der Gefahren für sich und ihre Kinder nimmt sie im Sommer 1943 die sechsjährige Evelyn Goldstein in ihrem Haus auf. Ein halbes Jahr später folgt deren Mutter Herta. Auch andere Verfolgte finden bei Frieda Bunke Schutz, so die jüdische Kindergärtnerin Eva Fleischmann, die bei etlichen Mitgliedern und Pfarrern der Bekennenden Kirche in Ostpreußen Unterschlupf findet.
Als die Rote Armee in Ostpreußen einmarschiert, flieht Frieda Bunke mit ihren Kindern in Richtung Westen und lässt sich in ihrer Geburtsstadt Neuruppin nieder. Ihr Mann kehrt nicht aus dem Krieg zurück.
Frieda Bunke wird 2009 von Yad Vashem posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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