Herta Loschinski heiratet 1937 den Berliner Handelsvertreter Ernst Goldstein, ein Jahr später kommt ihre Tochter Evelyn zur Welt. Im Krieg muss das Ehepaar Zwangsarbeit leisten. Die Familie entkommt der Berliner „Fabrik-Aktion“ am 27. Februar 1943 und findet ein Versteck bei der Lebensmittelhändlerin Christine Engler. Als es entdeckt zu werden droht, müssen sich Goldsteins trennen. Englers Nichte Hildegard Knies nimmt das Kind zu sich, während Ernst und Herta Goldstein oft das Quartier wechseln müssen und auch Zimmer unter falschem Namen anmieten.
Nach der Verhaftung ihres Mannes Ende Juni 1943 erhält Herta Goldstein Hilfe im Kreis von Hildegard Knies und deren Vertrauter Elisabeth Abegg. Ende Februar 1944 wagt sie die Reise zur Familie Bunke ins ostpreußische Blöstau (heute Wischnjowka), bei der ihr Kind schon seit mehr als einem halben Jahr untergebracht ist. Das Kriegsende erleben Mutter und Tochter bei einer Landarbeiterfamilie im benachbarten Dorf Gamsau (Podgornoje).
Beide können erst 1948 aus der Sowjetunion nach Berlin zurückkehren. 1950 wandern sie in die USA aus. Erneut verheiratet, lebt Herta Long in San Francisco und bleibt mit ihren Helferinnen befreundet.
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