Hildegard Knies lässt sich 1937 zur Sozialarbeiterin ausbilden und beginnt 1940 ein Studium der Psychologie in Berlin. Sie setzt sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinander. Unterstützt wird sie dabei von ihren ehemaligen Lehrerinnen Elisabeth Abegg und Elisabeth Schmitz. Gemeinsam mit Elisabeth Abegg engagiert sich Hildegard Knies in der „Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost“ (SAG). Die Gemeinschaft leistet soziale Arbeit in ärmeren Berliner Stadtteilen.
Ab 1942 unterstützt Hildegard Knies Elisabeth Abegg bei der Hilfe für verfolgte Jüdinnen und Juden. Knies versteckt mehrere untergetauchte Jüdinnen in ihrer kleinen Wohnung in Charlottenburg. Unter ihnen befindet sich auch Liselotte Pereles.
Nach dem Krieg heiratet Hildegard Knies Kurt Arnold. Sie wird Mitglied der SPD und ist jahrzehntelang in der Familienberatung und Nachbarschaftshilfe in West-Berlin tätig.
Für die Rettung verfolgter Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus erhält Hildegard Arnold 1986 das Bundesverdienstkreuz. 2007, zehn Jahre nach ihrem Tod, wird sie von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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