Die verwitwete Christine Engler besitzt ein Geschäft für Räucherfisch und Feinkost in Berlin-Schöneberg. Auch im Nationalsozialismus hält sie ihre guten Kontakte zu ihrer jüdischen Kundschaft und jüdischen Nachbarn aufrecht. Als deren Lebensmittelrationen eingeschränkt werden, steckt sie ihnen heimlich Waren zu.
Zu ihren jüdischen Kunden gehört auch Ernst Goldstein. Als er fürchtet, mit seine Frau Herta und der vierjährigen Tochter Evelyn deportiert zu werden, berät er mit Engler über Fluchtmöglichkeiten. Sie bietet ihre Hilfe an und weiht auch ihre Nichte Hildegard Knies ein.
Nach ihrer Flucht während der Berliner „Fabrik-Aktion“ können sich Goldsteins im März 1943 in Räumen hinter Englers Laden verstecken. Nach mehreren Wochen droht Gefahr von einer Angestellten. Hildegard Knies nimmt daraufhin das Kind bei sich auf und vermittelt dem Ehepaar andere Quartiere.
Christine Englers Kontakt zu der geflohenen Familie reißt nicht ab. Sie unterstützt besonders Herta Goldstein, nachdem Ernst Goldstein im August 1943 von der Gestapo festgenommen worden ist. Christine Engler stirbt im Januar 1944 bei einem Bombenangriff.
Erklärung zur Barrierefreiheit