Richard Linde arbeitet nach Schlosserlehre, Ingenieurstudium und mehrjährigem Aufenthalt in England als Patentanwalt. Er ist sozialistisch eingestellt und aktiver Freimaurer. Ab 1920 wohnt er in Hohen Neuendorf bei Berlin.
Der entschiedene Gegner des NS-Regimes lernt über seine Tochter deren Schulfreundin Hildegard Knies und die Lehrerin Elisabeth Abegg kennen. Mit beiden schließt er sich einer linksliberalen Widerstandsgruppe an, sie treffen sich zu politischen Gesprächen und hören englischsprachige Radiosendungen. Nach einer Denunziation entkommt Linde nur knapp der Festnahme, ein anderes Mal wird sein Haus durchsucht. In seiner Villa verbirgt er dennoch mehrere verfolgte Jüdinnen und gibt auch einigen entflohenen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen Unterschlupf. Da er auf seinem Grundstück Obst und Gemüse anbaut, sind die Untergetauchten gut versorgt.
Nach Kriegsende bleibt Linde in der sowjetischen Besatzungszone und wird Mitglied der SED. In der DDR kommt er erneut mit diktatorischen Maßnahmen in Konflikt, verlässt 1958 das Land und wagt im hohen Alter noch einen Neuanfang als Patentanwalt in West-Berlin.
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