Über das Leben von Bertha Becker ist wenig bekannt. Die gebürtige Ostpreußin lebt in Berlin-Wedding. Nach dem Tod ihrer Halbschwester erbt sie in Lindow bei Neuruppin ein Haus. Die Familie betreibt dort eine Gastwirtschaft mit Lebensmittelhandel.
Bertha Becker ist mit dem jüdischen Kind Susanne Manasse verwandt. Nach dem Tod der Mutter und der Flucht des Vaters nach Shanghai hat Bertha Becker die Betreuung des Mädchens übernommen. 1942 wird ihr als Nichtjüdin die Pflegschaft für Susanne Manasse offiziell entzogen. Sie kümmert sich aber dennoch weiter um das Kind. Ab 1943 versteckt sie Susanne Manasse monatelang in ihrem Laden. Dadurch kommt sie mit Susannes anderen Helferinnen in Kontakt. Zwischen 1943 und 1944 nimmt sie für sechs Monate auch die 7-jährige Susanne Collm auf, die mit ihren Eltern untergetaucht ist.
Nach dem Krieg wohnt Bertha Becker weiterhin in Lindow. Ab 1949 verlieren sich die Spuren ihres Lebenswegs.
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