Lydia Forsström kommt als Tochter schwedisch-finnischer Eltern in Russland zur Welt. Nach der dortigen Revolution zieht die Familie nach Berlin. Forsström ist gläubige Protestantin. 1933 besteht sie ihr Abitur am Berliner Luisen-Oberlyzeum. Hier fasst sie besonderes Vertrauen zu ihrer Religionslehrerin Elisabeth Schmitz. Beide schließen sich einem kleinen Kreis an, der sich den Nationalsozialisten an der Schule widersetzt. Während der ganzen NS-Zeit unterstützen sie bedrohte jüdische Bekannte, auch mit geheimen Hilfen für Untergetauchte.
Ab 1941 studiert Forsström Slawistik in Berlin. Sie gehört der Bekennenden Kirche an und wohnt bei Elisabeth Schmitz. 1943 verbergen die beiden Frauen die verfolgte Kindergärtnerin Liselotte Pereles. Nach der Ausbombung des Hauses im Herbst 1943 setzt Forsström ihr Studium in Heidelberg fort und steht auch dort jüdischen Freund*innen bei.
Lydia Forsström und Elisabeth Schmitz bleiben auch nach dem Krieg befreundet. Forsström zieht bald nach Stockholm, wo sie eine Schule für Krankenpflege leitet. Sie bleibt ledig. Im Rentenalter kehrt sie nach Deutschland zurück. Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem ehrt sie 1980 als „Gerechte unter den Völkern“.
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