Die ledige Lehrerin Charlotte Herzfeld arbeitet ab 1942 in einem jüdischen Kinderhort in Berlin. Am 19. November 1942 kann sie sich dort einem „Zählappell“ der Gestapo entziehen. Kurz darauf bemerkt sie einen Wagen der Gestapo vor ihrem Wohnhaus und flieht. Sie hat mehrere nichtjüdische Bekannte, bei denen sie sich verstecken kann.
Zu ihren ständigen Unterstützerinnen zählen ihre Freundin, die Designerin Liesel Gansz und deren Mutter, Luise Gansz, die mit einem städtischen Beamten verheiratet ist. Beide nehmen Herzfeld bis Kriegsende immer wieder auf, jedoch jeweils nur für kurze Zeit.
Über Margarete Fraenkel, die ehemalige Leiterin des Jüdischen Kindergärtnerinnen-Seminars in Berlin, lernt sie die zwangspensionierte Studienrätin Elisabeth Abegg kennen. In deren Wohnung kann sich Herzfeld bis Kriegsende wiederholt für längere Zeit verstecken. Herzfeld ist auch ein regelmäßiger Gast an der Mittagstafel, die die Schwestern Abegg für verfolgte Menschen ausrichten.
Nach dem Krieg wird Charlotte Herzfeld Dozentin für Pädagogik in Berlin. Bis zu ihrem Tod lebt sie mit Liesel Gansz zusammen. Beide sind gemeinsam beerdigt.
Erklärung zur Barrierefreiheit