Der zwölfjährige Marcel Wejland lebt mit seinen Eltern Estera und Michał Wejland in Łódź. Im September 1939 greifen deutsche Truppen Polen an. Kurz danach flieht die jüdische Familie vor den deutschen Besatzern nach Wilna (Vilnius). Marcels ältere Schwestern Maryla und Halina begleiten sie. Anfang 1940 gelingt es den Wejlands, mit der transsibirischen Eisenbahn über die Sowjetunion nach Japan auszureisen. Die nötigen Papiere haben sie vom japanischen Vizekonsul Sugihara und dem niederländischen Honorarkonsul Zwartendijk erhalten.
In Japan erhalten sie Unterstützung vom Joint, einer jüdischen Hilfsorganisation. Auch Zofia Romer und das von ihr geleitete Polnische Komitee zur Unterstützung der Kriegsopfer betreut die Familie. Die Organisationen helfen ihnen finanziell und finden für sie eine Unterkunft in Kobe. Dort besucht Marcel Wejland eine amerikanische Schule. Im Herbst 1941 werden Wejlands mit etwa Tausend weiteren jüdischen Geflüchteten nach Shanghai ausgewiesen, wo sie unter prekären Bedingungen leben müssen. 1942 stirbt Marcels Vater dort an Krebs. 1946 emigriert Marcel Wejland mit seiner Mutter Estera und seiner Schwester Halina nach Australien.
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