Ilse Schwersensky wohnt mit ihrem Mann Gerhard und ihren drei Kindern in Berlin. Sie sind gläubige Christen und gehören der Gemeinde der Quäker an. 1933 verliert der gelernte Fürsorger Gerhard Schwersensky seine Arbeit. Er gilt als „Mischling 1. Grades“.
Anfang Januar 1943 vermittelt durch Anna von Gierke kommt die untergetauchte Charlotte Hopp in Kontakt mit Schwersenskys. Sie sucht ein Versteck. Die Familie Schwersensky nimmt Hopp und ihren Sohn Wolfgang einige Zeit in ihrer Eineinhalbzimmerwohnung auf.
Auch die untergetauchten Jüdinnen Hannelore Jacoby und Lotte Katz finden Zuflucht bei Ilse und Gerhard Schwersensky. Für mehrere Monate können sie sich in der kleinen Wohnung verstecken und werden zudem mit Lebensmitteln versorgt. Schließlich finden die beiden Frauen ein neues Quartier bei dem Hotelbesitzer Egon Ziesche in Berlin-Zehlendorf. Das Ehepaar Schwersensky unterstützt sie weiterhin bis Kriegsende.
1946 emigrieren Lotte Katz und Hannelore Jacoby in die USA. Sie bemühen sich um eine Ehrung ihrer Helfer*innen. 1984 wird Ilse Schwersensky mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 1985 von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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