Charlotte Hopp geb. Wendriner

geb. 11. Dezember 1898 in Berlin – gest. 1975
Verfolgte*r
Fotografie: Charlotte Hopp, um 1946

Charlotte Wendriner lebt in Berlin und arbeitet bei der Firma Osram als Sekretärin, bis sie 1921 den Schriftsteller Erich Hopp heiratet. 1928 wird ihr Sohn Wolfgang geboren.
Am 1. Juni 1942 erhalten die Hopps die Deportationsaufforderung. Sie tauchen getrennt unter. Von dem ersten Quartier bei einer Cousine kommt Charlotte Hopp in viele weitere Unterkünfte, etwa bei einem Möbelaufkäufer, einer Trödlerin oder in der Gartenlaube eines alten Schaubudenbesitzers. Von einem Quartiergeber wird sie vergewaltigt.
Anfang Januar 1943 können sich Charlotte und Wolfgang Hopp einige Monate in der kleinen Wohnung der fünfköpfigen Familie Schwersensky verstecken. Von September 1943 bis Kriegsende findet Charlotte Hopp eine Unterkunft im Haus des Ingenieurs Karl Marguerre in Eichwalde bei Berlin. Gegenüber den Nachbarn gibt Marguerre Hopp als Haushaltshilfe namens „Horn“ aus, da sie gefälschte Papiere auf diesen Namen besitzt. Ab September 1944 kommen auch Erich und Wolfgang Hopp dort unter.
Nach 35 Monaten in verschiedenen Verstecken erlebt die Familie die Befreiung in Eichwalde. Nach dem Tod ihres Mannes 1949 emigriert Charlotte Hopp mit ihrem Sohn in die USA.

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