Paul Fromm

geb. 2. Januar 1890 in Berlin – gest. 8. April 1969 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Paul Fromm, Berlin, um 1965

Der Grundstücks- und Vermögensverwalter Paul Fromm lebt mit seiner Frau Elli und seiner Tochter Renate in Berlin. Elli Fromm gehört der Jüdischen Gemeinde an. Die Ehe gilt als „privilegierte Mischehe“.
1941 wird Paul Fromm durch den NSDAP-Rechtswahrerbund die Verwaltung von Häusern und Grundstücken in jüdischem Besitz entzogen. Er wird in diesem Zusammenhang mehrmals von der Gestapo verhört. Ihm wird die Einweisung in ein KZ angedroht.
Ende 1942 rät Paul Fromm Werner und Ilse Rewald zum Untertauchen. Werner Rewald kann zunächst bei Fromms wohnen. Paul und Elli Fromm sind aber auch für etliche andere Untergetauchte eine Anlaufstelle: Helene Weiß ermöglichen sie, sich polizeilich anzumelden und Lebensmittelkarten zu erhalten. Margarete Draeger übernachtet ab und zu bei Fromms und erhält Lebensmittel. Lotte Geller erhält Hilfe von Paul Fromm, als sie aus ihrer Wohnung flieht und untertaucht. Und dem im März 1943 von Berlin nach Theresienstadt deportierten Max Klein schicken Fromms Pakete ins Ghetto.
Im November 1944 erhält Paul Fromm eine Einberufung zur Organisation Todt und leistet Zwangsarbeit in Leuna und Halle. Im Januar 1945 wird er entlassen.

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